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Praxis für Intimchirurgie und Frauenheilkunde Dr. med. Norbert Karasinski
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Vaginale Laserbehandlung (CO2-Laser)

Wann macht eine vaginale Laserbehandlung Sinn?

Eine Geburt oder die Wechseljahre sind nur zwei Beispiele von Lebensereignissen, die eine Veränderung in der Scheide und im Intimbereich verursachen können und eine vaginale Laserbehandlung nötig machen. Lästige und häufige Symptome sind Trockenheit, Juckreiz, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder ungewollter Urinverlust (Harninkontinenz).

Häufig sind Probleme nach der Geburt

Die Scheide liegt in der Beckenachse und durchquert hier den Beckenboden. Ihre Rückwand ist mit Hilfe des Bindegewebes mit der Blase und der Harnröhre verbunden. Bei der Geburt wird die Vagina für das Kind zu einem Teil des Geburtskanals. Es kommt durch die Wehen und die damit verbundenen Öffnung des Muttermundes und des Geburtskanals zu einer Aufweichung der Vaginalmuskulatur.

Nach der Geburt entspannt sich die vaginale Öffnung und kehrt nach circa 6-8 Wochen in seine Ausgangsposition zurück (Wochenbett). Allerdings wird sie nie wieder die exakt gleiche Form und Spannung annehmen wie zuvor.

Die moderne vaginale Lasertherapie kann helfen die Symptome spürbar zu lindern

Was ist eine vaginale Laserbehandlung?

Die vaginale Laserbehandlung bzw. Lasertherapie ist eine moderne, nicht chirurgische und minimalinvasive Behandlung der Scheide und der Schamlippen mit einem Lichtstrahl -LASER (Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation) genannt.

Dafür wird ein so genannter CO2-Laser (auch gemein als Gyn-Laser oder Femininer Laser bezeichnet) verwendet, der sanft einen gebündelten Lichtstrahl, der Wellenlänge 10600 nm in das Gewebe abgibt. Dadurch wird die Kollagensynthese stimuliert, die Kollagenstruktur verbessert sich und die Kollagenfibrillen werden gestraft.

Der CO2-Laser kann alle drei Intimbereiche auf schonende Weise behandeln. Dazu zählen der interne und externe Intimbereich, sowie der Vorhof. Die Prozedur ist der jährlichen Vorsorge Untersuchung sehr ähnlich.

Die gesamte Behandlung dauert nur wenige Minuten, ist schnell und schmerzlos. Der Feminine Laser eignet sich für Frauen jeden Alters, ob nach der Geburt, in den Wechseljahren, bei Atrophie, ausgeprägter Trockenheit und bei postmenopausaler Beschwerden.

Krankheitssymptome zur Behandlung mit dem CO2-Laser

Folgende Krankheitssymptome können mit dem Laser behandelt werden:

  • Belastungsinkontinenz*
  • Vulvovaginale Atrophie
  • Vaginales Relaxationsyndrom: Schwächung der stützenden Muskeln und Bänder des Beckenboden
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Scheidensenkung
  • Schwangerschaftsstreifen

Ablauf der vaginalen Laserbehandlung

Die Gyn-Laser Behandlung erfolgt auf einem gynäkologischen Untersuchungsstuhl. Ähnlich wie bei einem vaginalen Ultraschall wird eine Sonde/Applikator in die Scheide eingeführt, um das Gewebe zu behandeln. Während der Behandlung entsteht lediglich eine leichtes Wärmegefühl.

Voraussetzungen

Als Voraussetzungen für die Lasertherapie gelten eine unauffällige Cytologie (Pap Abstrich), eine negative Urinkultur und keine Verletzungen oder Blutungen in Scheidenkanal.

Ausschlusskritierien

Ausschlusskriterien für eine Behandlung:

  • Schwangerschaft
  • Verletzungen oder Infektionen im Behandlungsgebiet
  • nicht diagnostizierte vaginale Blutungen

Eine Verbesserung kann sofort nach der ersten Behandlung beobachtet werden. In den meisten Fällen ist noch eine zweite Behandlung in 4-6 Wochen Abstand notwendig, damit ein langfristiger Effekt eintritt.

Außerdem wird empfohlen, nach jeder Laser Behandlung 72 Stunden lang jeglichen Geschlechtsverkehr zu vermeiden.

Kosten für eine vaginale Laserbehandlung

Die Kosten für die Behandlung richten sich nach dem Aufwand und betragen in etwa 370€ pro Sitzung.

Die meisten privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten einer Lasertherapie. Im Gegensatz zu den gesetzlichen Krankenkassen.

*Weitere Informationen zu Belastungsinkontinenz

Der Begriff Belastungsinkontinenz bezeichnet sich auf einen ungewollten Urinverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder bei körperlicher Anstrengung. Zu den Risikofaktoren für die Entwicklung der Belastungsinkontinenz gehören Übergewicht, Rauchen und fortgeschrittenes Alter. Schwangerschaft und Entbindung, speziell auf normalen Wege steigen ebenfalls die Gefahr Entwicklung einer Belastungsinkontinenz, da hierbei die Muskeln des Beckenbodens überdehnt, geschwächt oder beschädigt werden.

Dadurch entsteht ein Kollagenmangel und pathologische Kollagenzusammensetzung. Dies führt zu einem veränderten Metabolismus des Bindegewebes, einer rückläufigen Kollagenproduktion und demzufolge einer unzureichenden Stützung des Beckenbodens. Eine Gyn-Laser Behandlung kann dem entgegenwirken.